Krafttraining vor dem Marathon?

Krafttraining vor dem Marathon?Wer regelmäßig Sport treibt und auch schon einmal an einem Marathon teilgenommen hat, weiß genau, wie wichtig regelmäßiges Training ist. Aber immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob es ausreichend ist, wenn gelaufen wird oder ob zusätzlich noch Krafttraining durchgeführt werden sollte. Und wenn wirklich zusätzlich noch Kräfte trainiert werden müssen, fragt sich immer noch, an welchen Geräten der Läufer am besten trainieren sollte. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Meinungen, aber generell kann gesagt werden, dass die Kraft eine konditionelle Grundeigenschaft für alle Läufer ist, egal ob Marathon oder Kurzstrecke.

Bei einem Marathonläufer kommt zusätzlich noch dazu, dass er über sehr viel Ausdauer verfügen muss, schließlich ist ein Marathonlauf kein Pappenstiel. Je höher das Kräfteniveau natürlich ist, desto positiver kann sich auch die Ausdauer auf die Leistungen auswirken. Wichtig ist Krafttraining vor allem bei Läufern, die erst relativ spät mit dem Laufen beginnen und vorher so gut wie keinen Sport gemacht haben. Kraftsport würde es diesem Personenkreis erlauben, dynamischer und gleichbleibender zu laufen.

Außerdem hat Krafttraining noch einen anderen großen Vorteil. Wer seine Muskeln gezielt durch Krafttraining aufbaut, hat ein bedeutend geringeres Verletzungsrisiko. Wer seine Muskulatur mit Krafttraining aufbaut, schützt damit auch alle benachbarten Gelenke, wie zum Beispiel die Wirbelsäule. Sport und Fitness gehören, zumal beim Leistungssport nun mal eng zusammen. Allerdings sollten Marathonläufer es mit dem Kraftsport auch nicht übertreiben. Wer zu viel Kraftsport treibt, kann schnell so stark an Muskulatur zulegen, dass es beim Laufen hinderlich wäre. Vor allem bei Männern baut sich durch den Kraftsport sehr schnell ein hoher Anteil von den sogenannten FT-Fasern auf. Diese Fasern zucken sehr schnell, aber sie ermüden dann auch wieder sehr schnell, Eigenschaften, die beim Laufen nicht erwünscht sind. Krafttraining vor dem Marathon bedeutet deshalb auch in erster Linie intermuskuläre Koordination.

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